Historie

Chronik des Musikverein Concordia

Die Chronik:

Für Sie eine kleine Zusammenfassung von 1920 bis zum Jahr 1995
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    Der Musikverein Concordia e.V. wurde 1920 in Mainz-Kosthim gegründet. Aufgrund der bereits laufenden Vorbereitungen für das große Jubiläumsjahr 2020 zum 100-jährigen Bestehen, wird die Chronik derzeit überarbeitet. Die erweiterte Fassung können Sie daher hier in Kürze wieder einsehen.


    Ein paar Stichpunkte aus den vorangegangenen Jahren seien Ihnen an dieser Stelle aber schon einmal vorab gegönnt.


    So hieß es zum 70-jährigen Bestehen im Jahr 1990 etwa:


    "Durch Musik Freude spenden" könnte man das Motto nennen, unter dem sich im Jahre 1920 junge musikliebende Männer im Gasthaus "Mainzer Hof" in Kostheim zusammenfanden und einen Musikverein gründeten. Der Verein erhielt den Namen "Concordia". Bei der Wahl wurde Michael Hohmann 1. Vorsitzender. Bereits 1921 gaben ein Streich- und ein Blasorchester unter der Leitung des Kapellmeister Josef Rech Konzerte in "Groß-Mainz" und in Kostheim. Es folgten in den nächsten Jahren zahlreiche Auftritte und Konzerte der Or­chester. 1924 übernahm Lorenz Wann den Vorsitz und 1925 der unvergessene Hartmann Braun die musikalische Leitung. Bevor 1931 Jahkob Voirin Vorsitzen­der der CONCORDIA wurde, hatten dieses Amt 1928 Valentin Lamby und 1929 Peter Stuppert inne.


    Bis zum Krieg folgten viele Konzerte u.a. mit der "Liedertafel" und dem MGV 1844. Nach dem Wiederbeginn der Vereinstätigkeit wurde 1946 eine Akkordeongruppe gegründet. So konnte 1947 ein Konzert mit drei Orchestern im "Kasino" gegeben werden. Herausragend war auch die Teilnahme des Blas­orchesters am 13. Deutschen Sängerbundfest 1952 in Mainz, wo ein 1000-köpf­iger Kinderchor und der 10.000 Mann starke Männerchor begleitet wurde.


    1956 wurde im Rahmen eines Festkonzertes das 25-jährige Präsidenten-Jubiläum von Jahkob Voirin gefeiert. Einen tiefen Einschnitt in der Vereinsgeschichte war der Tod des langjährigen Dirigenten Hartmann Braun 1966. Die Orchester wurden ab 1967 von Rudi Reitz und Johann Vogler geleitet. Mit dem Aufbau eines Jugendorchesters wurde schon 1976 ein neuer Weg der Nachwuchsar­beit beschritten.


    Nach dem Tod von Johann Vogler übernahm Rudi Reitz 1978 die Leitung des Jugend- und des Blasorchesters.


    Nachdem Jakob Voirin nach 50(!) Jahren 1981 den Vorsitz an Hans Vogler abgab, nahm sich der verjüngte Vorstand vor, das Niveau des bestehenden Blas­orchesters zu steigern. So konnte 1982 mit Herbert Wafzig ein neuer Dirigent gewonnen werden. Seit 1985 hieß der Dirigent Wolfgang Götz. Mit ihm feierte die CONCORDIA viele Erfolge.


    1989 wurde erstmals in der Vereinsgeschichte eine Konzertreise veranstaltet, die nach St. Veit an der Glan und Frauenstein/Kärnten führte. Hervorzuheben sind auch die Jahreskonzerte jeweils am Vorabend des 1. Advent, wo das Orchester sein Können unter Beweis stellen kann."


    Und da bei der Concordia auch das Feiern nicht zu kurz kommt, wurde auch das 75-Jährig groß begannen. Im zeitgenössischen Text heißt es:


    Erinnerungen an unser Jubiläum 1995


    „Ganz Kostheim war sozusagen aus dem Häuschen und ganz Kostheim machte Musik“, als unser Musikverein vom 23. bis 28. Mai sein 75jähriges Vereinsjubiläum feierte“! 


    Die Kostheimer erlebten einen spektakulären Auftakt zum Vereinsjubiläum: In eine Vorstandssitzung war die Idee eingebracht worden, die Festtage mit einem Fackelzug am 23. Mai zu eröffnen. Gesagt, getan – zu Hunderten säumte die Bevölkerung die Straßenränder und schaute aus ihren Fenstern dem flackernden Lindwurm zu. 60 Fackelträger eskortierten den historischen Spielmannszug der Freiwillingen Feuerwehr Kostheim sowie natürlich die Musiker unseres Vereins. Begleitet wurde der Fackelzug auch von mehreren Kostheimer Feuerwehrleuten und einem Löschfahrzeug der Wiesbadener Berufsfeuerwehr.


    Gewaltig war der Applaus, als sich unser Orchester auf die Bühne des Bürgeshauses am 24. Mai anläßlich der Jubiläumsfeier begab. Die Schirmherrschaft der gesamten Festtage hatte der damalige ZDF-Intendant Prof. Dr. Dieter Stolte übernommen. Die Laudatio hielt Stadtrat a.D. Norbert Trutzel. In seiner bewegenden wie humorvollen Rede unterstrich er die herausragende Arbeit des gesamten Ensembles und unseres damaligen Dirigenten Wolfgang Götz. Mit dem „Concerto“ des „Rondo Veneziano“ unterstrich das Orchester sein musikalisches hohes Niveau. Ein musikalischer Leckerbissen zum Auftakt der Jubilarenehrung, der man besondere Aufmerksamkeit widmete.


    Am Christi Himmelfahrtstag, dem 25. Mai fand in der kath. Pfarrkirche St. Kilian ein Festgottesdienst statt. Der unvergeßliche Pfarrer K.-H. Hiss zelebrierte an diesem Festtag und würdigte in seiner Ansprache die Verdienste des Musikvereins Concordia. Eindrucksvoll für alle Anwesenden auch die musikalische Mitgestaltung unseres Orchesters beim Gottesdienst.


    Am Abend des 25. Mai heizten Bill Ramsey und die Big Band ´82 nicht nur Jazzfreunden im Bürgerhaus Kostheim richtig ein. Über zwei Stunden lang unterhielten sie die Gäste – wieder ein erfolgreicher Abend, der anläßlich der Festlichkeiten über die Bühne ging.


    Zu einem „Kostheimer Abend“ hatte die Concordia am 26. Mai unter dem Motto „Ganz Kostheim macht Musik – Musik ist International“ eingeladen. Die beiden Moderatorinnen Rosemarie Frick und Katharina Bott führten frisch und locker durch das Programm. Mitwirkende an diesem Abend waren: das Kinderballett der 3. Klasse der Carlo-Mierendorff-Schule, der Schulchor der Brüder-Grimm-Schule, der Gesangverein Harmonie, der Kostheimer Zauberer Bernhard Kreinbihl, der Männergesangverein 1844, das Ballett des TVK, der Kostheimer Volkschor, die Wirbelsisters sowie der Gesangverein Liedertafel. Ein lang anhaltender Applaus für alle Mitwirkenden ging am Ende des Abends durch das Bürgerhaus und die einzigen „Nicht-Kostheimer“ -  die Freunde aus Österreich „die Glantaler Musikanten“ beendeten die musikalische Weltreise mit dem „Deutschmeister Regimentsmarsch“. An diesem Abend stimmte einfach alles. So bewiesen auch das Duo Ramón Somoza und Edmund Bott einmal mehr, dass sie nicht nur an Fastnacht gekonnt Regie führen können. Ein besonderer Dank des 1. Vorsitzenden Josef Ettingshausen, galt allen Mitwirkenden und Helfern, sowohl vor und hinter der Bühne.


    Am Samstag, den 27. Mai fand ein Totengedenken für die verstorbenen Musiker und Mitglieder auf dem Kostheimer Friedhof statt. Bevor das Lied „Ich hatte einen Kameraden“ erklang, würdigte der 1. Vorsitzende Josef Ettingshausen in seiner Gedenkrede die Verdienste der Verstorbenen.


    Rot-weiße Fahnen und Bunte Lufballons zierten die Kostheimer Straßen. Denn anläßlich des 75jährigen Geburtstages, schlängelte sich ein Jubiläums-Festzug am 27. Mai durch den Ort, der sich sehen lassen konnte. Zahlreiche Vereine und Privatgruppen waren aus Kostheim, Kastel und Umgebung gekommen, um dem Jubelverein seine Reverenz zu erweisen – nicht zuletzt auch die Glantaler Musikanten aus Österreich. Schon am Aufstellungsort in der Waldhofstraße herrschte reges Treiben. Am Wiener Platz versammelt, nahm das „Geburtstagskind“ das lange Defilee der Gratulanten ab. Am Ziel dem Weinprobierstand spielten dann rund 350 Musikanten zu einem Ständchen auf.


    Eine „Wahnsinn’s Show“ ging am Abend des fünften Feiertages, dem 27. Mai im Bürgerhaus über die Bühne. Kaum ein Plätzchen war noch frei, als Conérencier Charly Werner die Gäste zum „Grossen Bunten Abend“ begrüßte. Mit dabei auch die berühmte Rolly Brandt Family, die Marghonas sowie das superaufgelegte „Medium Terzett“. Musikalisch wurden die Künstler begleitet von der Showband Günter Hauser.


    Als letzte Veranstaltung zum „75jährigen“ fand am Sonntagmorgen, dem 28. Mai ein Frühschoppen statt, der sich sehen lassen konnte. Da spielten nochmals die Glantaler Musikanten auf, da waren die Käsbachfinken vom MGV 1844 mit dabei und ein gutaufgelegter, spritziger Sepp Brandner führte durch das Programm. Die Gastgeber griffen dann selbst nochmals zum Instrument und versprachen, dass im Jahr 2020 das „Hunderste“ genauso toll gefeiert wird.                                


     


     


    Der Vorstand des Musikvereins Concordia e.V. Mainz-Kostheim im Jubiläumsjahr 1995: 


    1. Vorsitzender: Josef Ettingshausen / 2. Vorsitzender: Christoph Stoiber


    1. Schriftführer: Edmund Bott / 2. Schriftführerin Jutta Dammköhler


    1. Kassiererin Susanne Weiland


    Besitzer: Heinz Möhring, Ramón Somoza, Hans Vogler / Notenwart: Thomas Licht, Willi Wallmüller / Festausschuß: Heinrich Henz, Philipp Krimmel, Klaus Juli

Für Sie eine kleine Zusammenfassung von 1995 bis zum Jahr 2020
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